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Theologie für die Praxis

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Symbolgrafik mit dem Titel 'THEOLOGIE FÜR DIE PRAXIS' und dem Untertitel 'Jahrgang 51 | 2026' sowie dem Logo der Theologischen Hochschule Reutlingen

»heraus.gefordert. Orientierung in Krisenzeiten« – so lautete der Titel des ersten Reutlinger Forums Theologie und Soziale Arbeit. Der Titel dieses Nachfolgeformats zur »Theologischen Woche« versucht einem Lebensgefühl unserer Gegenwart Ausdruck zu verleihen. Die Beiträge des Forums sind – zusammen mit weiteren Artikeln, Abschiedsvorlesungen und Rezension – Inhalt der Ausgabe 51 / 2026 von Theologie für die Praxis.

Im Unterschied zum abgegriffenen Begriff der »Krise« veranschaulicht die Metapher des Herausgefordert-Seins, wie vormalige Verlässlichkeiten durch neue Kriege in Europa, die Medienrevolution (Künstliche Intelligenz und Virtuelle Realität) oder den Aufstieg neuer politischer Autoritätsfantasien infrage gestellt werden. Das ist unbequem für uns Menschen als Routinewesen, denn diese Ereignisse fordern uns. Die Konfrontation mit ihnen ist unumgänglich und macht es notwendig, sich aus der behaglichen Wohnung des Gewohnten herauszubewegen.

Gleichzeitig zeichnen viele jüngere Entwicklungen eine tiefgreifende Ambivalenz aus, weil nicht absehbar ist, ob sie gesellschaftlichen Fort- oder Rückschritt bedeuten. Das Neue wirft mithin Fragen auf. Wer noch unberührtes Neuland beschreitet, wünscht sich Orientierung, die – in Anspielung auf den jüngst verstorbenen Jürgen Habermas – nur im Modus diskursiver Auseinandersetzung zu haben ist.

Und so dokumentiert die diesjährige Ausgabe von Theologie für die Praxis zwar nicht die konkreten Diskussionen, aber immerhin die vorgetragenen Impulse, die von den Hauptvortragenden des Reutlinger Forums ausgingen (Nauerth, Toprakyaran). Eine Fortführung dieser Diskurse gestattete das Forum Forschung einerseits mit Beiträgen zur Public Theology (Forster) und Fragen sozialer Teilhabe (Mittelstät) sowie Antritts- und Abschiedsvorlesungen andererseits zu Soziale Arbeit und Menschenrechte (Bakhshizadeh), demokratischer Teilhabe (Elsner), Authentizität in der Predigt (Härtner) und den Motiven von Licht und Dunkelheit (Liess). So zog sich im Rückblick das Thema der Herausforderung gleichsam wie ein roter Faden durch das Jahr 2025. Als Herausgebende hoffen wir, dass die Diskurse durch die Veröffentlichung der Beiträge weitere Kreise ziehen. Damit werden die Herausforderungen unserer Zeit zwar nicht kleiner, aber es entstehen Wegmarken in der Beschreitung zukünftiger terrae incognitae.

Reutlingen, im Juni 2026

Maximilian Bühler, Kathrin Liess, Christoph Schluep, Christof Voigt


Der Link zur Zeitschrift mit dem Inhaltsverzeichnis

 

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