Identität und Dialog

Berichte von den Seminartagen

Konstruktiver und ehrlicher Austausch

Zum Studienprogramm an der Theologischen Hochschule Reutlingen gehört ein Blockseminar Missions- und Religionswissenschaft. Unter dem Titel „Identität und Dialog“ hat es Ende Juni erstmals in Zusammenarbeit mit einem ökumenischen und interreligiösen Trainingsprogramm der weltweiten EmK (dem „United Methodist Ecumenical and Interreligious Training (UMEIT)“) stattgefunden. Und erstmals ist es für Teilnehmer jenseits der THR geöffnet worden, zahlreiche Interessierte sind der Einladung teils von weither gerne gefolgt.

Der interreligiöse Dialog wurde nicht nur inhaltlich thematisiert, er wurde auch im Gespräch geübt: Mit der Rabbinerin und Judaistin Dr. Ulrike Offenberg aus Hameln und dem Imam Prof. Dr. Abdelmalek Hibaoui von der Universität Tübingen waren eine jüdische und eine muslimische Stimme vertreten. Den spezifisch christlichen Blick auf die Geschichte der Verheißung Isaaks (1. Mose 18 u.a.) trug der Alttestamentler Prof. Dr. Jörg Barthel von der THR bei.

Den methodistischen Umgang mit den drängenden Fragen von Interreligiosität und Interkulturalität stellten mit Hilfe zahlreicher kirchlicher Dokumente Bischof Harald Rückert, Jean Hawxhurst aus den USA und Prof. Dr. Stephan von Twardowski (THR) dar.

Zu einer gemeinsamen spirituellen Zeit wurde das Singen von Liedtexten aus ganz unterschiedlichen Traditionen, das an die Stelle eines Gottesdienstes trat. Die von der Gruppe TRIMUM unter Einbeziehung einer sangeswilligen Hörerschar vorgetragenen Lieder zeugten von frühen und friedlichen Begegnungen der Religionen. Von einem Teilnehmer wurde spontan das Lied „In Christus ist nicht Ost noch West“ für das gemeinsame Singen vorgeschlagen – ein Text, der als Motto über dem vielfältigen und anregenden Blockseminar hätte stehen können.

Christof Voigt, Prof. für Philosophie und biblische Sprachen an der THR

 

Interreligiöser Dialog - Stressfrei und ohne Druck
Weiterer Bericht auf emk.de.

Vorträge und Diskussion als Videos

Alle Vorträge und die Podiumsdiskussion stehen auf dem THR-YouTube-Kanal als Videos zur Verfügung.