Theologische Hochschule Reutlingen
Staatlich anerkannte Fachhochschule der Evangelisch-methodistischen Kirche
Friedrich-Ebert-Straße 31
D-72762 Reutlingen
Telefon 07121 9259-0
Träger der Hochschule
Die Theologische Hochschule Reutlingen ist eine Einrichtung der Evangelisch-methodistischen Kirche im deutschsprachigen Europa.
Die Evangelisch-methodistische Kirche gehört zu den so genannten Freikirchen. In Deutschland führen die Anfänge einiger Freikirchen zum Teil vor die Reformationszeit zurück, andere entstanden um die Mitte des 19. Jahrhunderts zur Zeit der "Erweckungsbewegung". Freikirchen vertreten keine grundlegenden Sonderlehren, sondern unterscheiden sich durch besondere Merkmale in Theologie, Frömmigkeitsstil und Gemeindepraxis von den "Großkirchen".
Wie andere Freikirchen, wie zum Beispiel die Baptisten, zeichnet sich die Evangelisch-methodistische Kirche durch ein besonderes Kirchen- und Gemeindeverständnis aus. Sie vertritt in ihrem Verhältnis nach außen eine größtmögliche Unabhängigkeit vom Staat. Konkret bedeutet das unter anderem Selbstfinanzierung, Verzicht auf Besteuerung ihrer Mitglieder, Selbstverwaltung. Vor allem aber geht es ihr um die freie und persönliche Entscheidung von Menschen für den Glauben an Jesus Christus und um ein verbindliches Leben in seiner Nachfolge. Wer zur Evangelisch-methodistischen Kirche gehört, hat sich dafür entschieden. Zum Glauben an Jesus Christus gehört die Gemeinschaft der Glaubenden. Dazu gehört man nicht automatisch. Deshalb können in der Evangelisch-methodistischen Kirche nur Erwachsene (die als Kinder oder als Erwachsene getauft wurden) Kirchenglieder werden. In der "Aufnahme in die Kirchengliedschaft" bekennen sich Menschen innerhalb eines Gottesdienstes zu ihrem Glauben an Jesus Christus und werden damit in die Kirche aufgenommen. Die Zugehörigkeit zur Kirche ist in der Regel mit ehrenamtlicher Mitarbeit verbunden. Die Laientätigkeit – bis hin zu kirchenleitenden Gremien – spielt in dieser Kirche ein wichtige Rolle.
Die Evangelisch-methodistische Kirche ist eine weltweite Kirche. Bei ihrer Aufnahme werden Menschen nicht nur in eine Ortsgemeinde, sondern vor allem auch in die United Methodist Church integriert. Durch ein besonderes Verbundsystem (der so genannten Connexio) sind alle evangelisch-methodistischen Kirchen miteinander verbunden. Die Internationalität der Evangelisch-methodistischen Kirche zeigt sich außerdem an einer ganzen Reihe von fremdsprachigen Gemeinden in Deutschland sowie daran, dass immer wieder Pastorinnen und Pastoren aus methodistischen Kirchen anderer Länder in Deutschland ihren Dienst tun.
Wer eine evangelisch-methodistische Gemeinde besucht, wird feststellen, dass es dort familiär zugeht. Das liegt schon an der Größe. Die Gemeinden umfassen in Deutschland höchstens 400 bis 600 Personen. In der Regel gehören zwischen 50 und 200 Menschen dazu. Überschaubare Gemeinden ermöglichen persönliche Kontakte, gegenseitige Hilfe und den Austausch über den gelebten und erlebten Glauben. Typisch für Methodisten sind deshalb auch die Gespräche "zwischen Tür und Angel" oder beim Kirchenkaffee am Ende des Gottesdienstes.
Quelle:www.emk.de
© 2009 Medienwerk der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland
typisch methodistisch...
Methodistische Gemeinden versuchen, missionarisch zu sein. Sie laden Menschen ein zum Glauben an Jesus Christus. Die Kirchen sind ein "offenes Haus" für alle Menschen – solche, die nach dem Glauben suchen, und solche, die ihn schon mit Leben erfüllen. Viele Gemeinden setzen missionarische Akzente: Sie reichen von einer Teestubenarbeit für junge Menschen bis hin zu Zeltevangelisationen. Dabei werden sie von übergemeindlich arbeitenden Werken und Einrichtungen der Kirche unterstützt.
Die Evangelisch-methodistische Kirche legt Wert auf sozial-diakonische Arbeit. Christlicher Glaube hat immer die Mitmenschen im Blick. Glaube und tätige Liebe gehören zusammen. In vielen Gemeinden gibt es gemeindediakonische Projekte, sie reichen von der Schülerbetreuung bis hin zu Angeboten für obdachlose Menschen. Zur Kirche gehören Jugendbegegnungsstätten, Freizeitheime und Rehabilitationseinrichtungen für Suchtkranke. Diakoniewerke unterhalten Krankenhäuser, Altenheime und Sozialeinrichtungen.
Als weltweite Kirche ist die Evangelisch-methodistische Kirche ökumenisch geprägt. Sie gehört dem Ökumenischen Rat der Kirchen an, in Deutschland der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) und der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF). Außerdem gehört sie dem Zusammenschluss aller reformatorischen Kirchen in Europa, der so genannten Leuenberger Konkordie an. Die Zusammenarbeit mit anderen christlichen Gemeinden am Ort ist selbstverständlich.



