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gelebter Glaube - befreites Denken - tätige Liebe

Theologische Hochschule Reutlingen

Staatlich anerkannte Fachhochschule der Evangelisch-methodistischen Kirche
Friedrich-Ebert-Straße 31
D-72762 Reutlingen
Telefon 07121 9259-0

Die Geschichte der theologischen Ausbildung im deutschsprachigen Methodismus  

Die theologische Ausbildung im deutschen Methodismus hat früh begonnen. Die methodistische Bewegung war um die Mitte des 19. Jahrhunderts nach Deutschland gekommen. Sie bestand aus drei Zweigen: der Bischöflich-methodistischen Kirche, den Wesleyanischen Methodisten und der Evangelischen Gemeinschaft.

Bereits 1858 sammelte Ludwig Sigismund Jacoby die ersten jungen Männer, die sich zum Predigtdienst berufen wussten, zu einer entsprechenden Ausbildung. Das geschah in Bremen, wo die Bischöflich-methodistische Kirche (BMK) ihre evangelistische Arbeit aufgenommen hatte.

Die Wesleyanischen Methodisten gründeten 1864 in Waiblingen ihr „Missionshaus“ (von 1875 bis zur Vereinigung mit der BMK 1897 befand es sich in Bad Cannstatt).

Schließlich begann die Evangelische Gemeinschaft (EG) 1877 in Reutlingen eine seminaristische Schulung ihrer „Prediger“.

Diese kleinen Anfänge wuchsen mit der Bewegung. Und am Anfang des 20. Jahrhunderts bestanden in Frankfurt am Main (Methodistenkirche) und in Reutlingen (EG) die Predigerseminare der beiden methodistischen Kirchen. Sie stellten in den folgenden Jahrzehnten die Ausbildung der hauptamtlichen Verkündiger sicher - nicht nur für Deutschland, sondern auch für die deutschsprachigen Gemeinden in der Schweiz und Österreich sowie darüber hinaus für die Missionsarbeit in anderen mittel- und osteuropäischen Ländern. Der Zweite Weltkrieg und die Teilung Europas haben diese gemeinsame Tradition schließlich beendet.

Die methodistischen Kirchen im Osten Deutschlands waren zur Einrichtung einer eigenen theologischen Ausbildungsstätte gezwungen. So entstand im Jahr 1952 das Theologische Seminar im thüringischen Bad Klosterlausnitz für den Bereich der damaligen DDR.

1968 vereinigten sich die beiden Kirchen methodistischer Tradition weltweit zur Evangelisch-methodisti­schen Kirche (englisch: United Methodist Church). Die deutschen Seminare folgten im westlichen Bereich 1968, im gesamten deutschsprachigen Bereich 1991. Seitdem trägt das Theologische Seminar Reutlingen allein die Verantwortung für die Ausbildung der evangelisch-methodistischen Pastor(inn)en in deutscher Sprache. Seit 2005 ist die Ausbildungstätte als Fachhochschule staatlich anerkannt, seit 2008 trägt sie die Bezeichnung Theologische Hochschule Reutlingen.